
"Nichts
und dann. Wir haben geschmust, uns gestreichelt und
uns von unseren Gefühlen mitreißen lassen.
Es war echt gigantisch."
"Wie nichts?" Ich war ehrlich verdutzt. "Sonst
erzählt du mir, wie ihr es getrieben habt. Und
jetzt?"
"Ach, hör auf. Nicht immer. Uns war echt nur
nach Schmusen zumute und so. Ich brenne immer noch.
Und das ist ein echt tolles Gefühl."
"Ach so", meinte ich etwas enttäuscht.
"Aber vielleicht wird ja noch mehr draus."
"Wie meinst du das?" fragte ich überrascht.
"Sie ist noch da. Das ist auch der Grund, warum
ich anrufe. Hast du nicht Lust?"
"Wie Lust?" fragte ich, dabei wußte
ich genau, was sie wollte.
"Naja, Susan, so heißt sie, meinte, sie hätte
Lust auf einen Dreier und ob ich da nicht jemand wüßte."
"Und da denkst du an mich? Aber ..."
"Nix aber. An wen soll ich denn sonst denken. Du
bist doch meine beste Freundin. Also, kommst du? Ja?"
Ich wußte ehrlich nicht, was ich sagen sollte.
"Mal sehen", erklärte ich unsicher in
den Hörer.
"Ach was. Komm einfach. Es macht echt Spaß.
Und du kommst auf andere Gedanken, Ehrenwort!"
Irgendwie enttäuscht legte ich den Hörer auf.
Ich war hin und her gerissen. Sie war doch meine beste
Freundin. Wie könnte sie annehmen, daß ausgerechnet
ich da mitmache.
Da geschah etwas Seltsames. Ich hatte einfach keinen
Bock mehr Trübsal zu blasen. Ich sprang auf, griff
meine Handtasche und ging raus. Zu irgendwelchen Gedanken
war ich nicht fähig, aber eine innere Stimme meinte:
Was soll's'.
Es wurde der erotischste Tag meines Lebens voller Zärtlichkeit.