
Thomas
wußte nicht genau was er davon halten sollte.
Er konnte sich auch ungeduscht anziehen und nach Hause
fahren. Dort konnte er ja auch Duschen. Er machte sich
wieder voll an die Arbeit und stemmte seine Gewichte.
Es war eine ewige Wiederholung der gleichen Bewegungsabläufe,
nach deren korrekten Ausführung sich seine Muskeln
stärken und vergrößern sollten. Er dachte
jetzt nur noch daran und wollte sich nicht ablenken
lassen, aber trotzdem schwebte ihm wieder das Bild vor,
wie Gabi ihre Beine spreizte. Fast so, als würde
sie ihn erwarten. Das warme Fleisch und die sanften
Lippen, nachdem er sich fast sehnsüchtig verzehrte.
Thomas Gedanken waren total durcheinander geraten. Er
wußte nicht mehr wieoft er diese letzte Übung
wiederholt hat. Aber es schien ihm viel zuviel zu sein,
denn er hatte kaum noch Kraft den Seilzug nach unten
zu drücken, um damit seine Trizeps zu stärken.
Thomas beschloß sein Training zu beenden. Er nahm
sein Handtuch und ging in die Umkleidekabine. Er zog
seine verschwitzten Klamotten aus und warf sie in seine
Sporttasche. Dann holte er sein zweites Handtuch und
sein Duschgel aus der Tasche, und wollte in die Männerdusche.
Aber sie war abgeschlossen. Da erinnerte sich Thomas,
daß Max es ihm erzählt hat, wegen dem Fenster.
Neben der Männerdusche war nur noch die Frauendusche.
Daran hing sogar ein großes Schild, daß
das Betreten nur auf eigene Gefahr erlaubt war. Gemeint
war sicherlich die Gefahr des Ausrutschens auf dem glatten
Kachelboden, aber von der Gefahr der beiden Frauen,
die er unter der Dusche hörte, wurde nicht gewarnt.
Vorsichtig öffnete er die Türe. Er drehte
sich so hin, daß er die Frauen nicht sehen mußte
und fragte,
"Entschuldigung, meine Damen. Brauchen sie noch
länger? Ich sollte auch kurz unter diese Dusche."
Aber statt einer Antwort hörte er nur ein Kichern.
Aber dann antwortete Kirsten ihm doch,
"Das kommt darauf an. Wenn Du gleich kommst, geht
es wesentlich schneller, als wenn Du wartest. Denn dann
brauchst Du sicherlich viel länger."
Thomas wußte nicht genau was er davon halten sollte.
Er konnte sich auch ungeduscht anziehen und nach Hause
fahren. Dort konnte er ja auch Duschen, abeine Klamotten
auch verschwitzt und das wollte er eigentlich auch nicht.
"Also gut, meine Damen. Ich komme herein."
Thomas nahm all seinen Mut zusammen und ging hinein.
Im Wasserdampf konnte er an den hinteren beiden Duschen,
bei der Tür zur Damenumkleideraum die zwei Frauen
erkennen. Sie waren splitternackt und Gabi ließ
sich gerade den Brausestrahl über ihr Gesicht laufen.
Er hängte sein Handtuch auf einem Haken auf und
ging zu einer Dusche, die weit weg von den beiden war.
Er machte die Brause an, mußte aber einige Sekunden
auf warmes Wasser warten. Dabei schielte er wieder zu
den Beiden herüber.